2015_TECTA_OFFICE

DRAWINGS

INFO

2015_TECTA_Offis

2015_TECTA OFFICE

client: TECTA
services: design, construction management
status: in use
fotos: daniel hofer

 

Im Herbst 2014 beauftragte mich TECTA mit der Neugestaltung der Büros sowie weiterer öffentlicher Bereiche an ihrem Produktionsstandort in Lauenförde. Die Büros waren seit den Anfängen in den 60er Jahren lediglich rudimentär renoviert oder ergänzt worden und erzählten noch von einer Zeit, in der der Sound von Schreibmaschinen und eine lesbare Hierarchie die Grundrisse gestaltet haben. Was aus dieser Aufgabe eine Besondere macht ist die Tatsache, das der Gründer Hans Könecke, Peter & Alison Smithon sowie Stephan Wewerka im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ihre Spuren hier hinterlassen hatten. Auf der einen Seite haben diese Gestalter in der Geschichte von TECTA eine sehr große Relevanz und auf der anderen Seite sind die jeweiligen Arbeiten äußerst relevant im Werk der Benannten.

So galt es die wesentliche Dinge herauszuarbeiten, relevantes zu erhalten und den Bestand auf aktuelle Anforderungen zu bringen.

Dabei sind grundlegend die Zonierungen und Erschließungen komplett verändert worden. Aus einer Struktur von Zellenbüros mit einem innen liegenden Erschließungsgang ist eine offene Abfolge von Arbeitsplätzen geworden. Die Haupterschließung der Arbeitsplätze liegt nun entlang der Fassade. Dadurch ist von jedem Arbeitsplatz aus ein weiter Blick in den parkähnlichen Außenraum möglich. Dieser wurde von den Smithons als „industrieller Landschaftspark vor gedacht.

Die Arbeitsplätze/ Arbeitsbereiche sind durch raumbildende Möbel gegliedert.

Die (jetzt) blaue Schrankwand ist Teil des Bestands, alle weiteren Einbauten wurden für den spezifischen Ort entworfen und gebaut. Die Arbeitstische sind bereits im November 2015 auf einer Messe in Zürich gezeigt worden und sind nun auch ein TECTA-Produkt (M38, hier: Der rote Tisch).

Im Weiteren haben wir die Erschließung zwischen Haupteingang, Büro, Kantine und Produktion neu gestaltet. Während die sogenannte TECTA-GALERIE lediglich saniert wurde, haben wir die Eingangssituation zu einem Foyer aufgewertet. Beim Betreten des Gebäudes öffnen sich nun Sichtbezüge in alle Bereiche des Unternehmens.

Die vorher recht isolierte Kantine haben wir in einen offenen Multifunktionsbereich umgewandelt. Auf der einen Seite des Raumes befindet sich eine vollwertige Küche (hier: T-Küche) welche durch vertikal verschiebbare Schotts komplett verschlossen werden kann. Auf der anderen Seite wurde ein vorhandenes Podest so umgebaut, das es zum einen die Öffnung zum Außenraum stärker in den Raum einbezieht und andererseits als eine Bühne/ Ausstellungsfläche und Lounge genutzt werden kann. In absehbarer Zeit werden auch hier wieder die Wände mit Bildern, und Zeichnungen gefüllt sein und in den neuen Setzkästen werden Muster, Materialien und Modelle liegen.